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Geboren 1973, APL-Professor für Pädiatrie an der Universität Tübingen. Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, pädiatrsiche Endokrinologie, Diabetologie, Hämatologie, und Onkologie.

Oberarzt und Leiter der pädiatrischen Endokrinologie an der Filderklinik. Über 60 wissenschaftliche Originalarbeiten. Mehrere wissenschaftliche Preise und Auszeichnungen im Bereich der Hormonforschung.

Mann und Frau und die Entstehung von Gefühlen

Morgenkurs

Meditation zum Wesen der Liebe: Man stelle sich zwei Gläser vor; das eine ist leer, das andere ist zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Indem man nun Wasser aus diesem Glas in das leere Glas gießt, wird es nicht leerer, sondern es erfüllt sich selbst immer mehr mit Wasser, je mehr man aus ihm ausgießt. So ist auch die Liebe – je mehr man sich selbstlos verschenkt, desto reicher, desto erfüllter wird man innerlich. (Rudolf Steiner, GA 136, S. 58ff)

In diesem Seminar arbeiten wir zunächst experimentell heraus was ein Gefühl eigentlich ist. Von diesem gewonnen Standpunkt aus können wir uns empirisch den verschiedenen Gefühlen widmen und von ihnen lernen. Diese phänomenologische Introspektion führt zu körperliche, vitale, emotionale und geistige Dimensionen.

Weitere Themen können in Abhängigkeit von den Bedürfnissen der Teilnehmer explorativ und seminaristisch beleuchtet werden:
Die Entwicklung des Gefühlsleibes/der Gefühle in der Kindheit. Wo kommen Gefühle her? Wann und wo, wie nehmen wir sie wahr? Was machen Gefühle mit dem Menschen? Wo lenken sie uns, wo helfen sie uns und wo machen sie uns unfrei? Wie können wir unsere Gefühle in Freiheit wahrnehmen und lenken.
Die Polaritäten von Mann und Frau. Wie kann ich mich in meiner Männlichkeit/Weiblichkeit erleben und festigen. Wo erlebe ich in mir das gegengeschlechtliche Prinzip? Wo wirkt Weiblichkeit in meinem Mann-Sein, wo wirken männliche Wesensanteile in meinem Frau-Sein?

– Liebe und Sexualität. Liebe als Erkenntnis- und Schöpferkraft.
– Partnerschaftsmodelle, Lebenskonzepte, Familienmodelle, Sexualität.
– Vom Zeugen und Empfangen und Gebären. Empfängnisverhütung.
– Moralische Überlegungen und Schulungsanregungen zum Umgang mit der Gefühlswelt. Verantwortung für sich selber und die Welt.
– Stufen der Liebe. Die Liebe zwischen Egoismus und Individualismus. Liebe als Brücke zum Menschen. Weg zur Agape. Wie die verschiedenen Stufen der Liebe in einem Menschen auch nebeneinander bestehen.
– Optional: Die Evolution der Menschheit und des Tierreiches. Das Auftreten der Geschlechtlichkeit in der menschlichen Entwicklung.

Weiterführendes

Literatur

Rudolf Steiner: Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen. GA 136 (1996).
Rudolf Steiner: Die pädagogische Praxis vom Gesichtspunkte geisteswissenschaftlicher Menschenerkenntnis. Die Erziehung des Kindes und jüngeren Menschen. GA 306 (1989), ISBN 3-7274-3060-5.
Rudolf Steiner: Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik. GA 293 (1992), ISBN 3-7274-2930-5.
Rudolf Steiner: Die Erneuerung der pädagogisch-didaktischen Kunst durch Geisteswissenschaft. GA 301 (1991), ISBN 3-7274-3010-9.