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Meine Reisen in unserer Welt

Nach einer Kindheit in Malaysia und Taiwan sind die Begegnungen mit anderen Kulturen für Harrie Max Davies nichts neues mehr. Am Jugendseminar setzt sie diesen gelebten Austausch mit anderen Kulturen fort.
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Ich bin Harrie Max Davies. Meine Mutter ist deutsch und mein Vater ist Engländer. Ich bin mit meiner älteren Schwester in den Niederlanden geboren, danach ist meine Familie nach Penang, Malaysia, gezogen, wo mein Bruder auf die Welt kam. Aufgrund der Arbeit meines Vaters hat es uns nach ca. 2,5 Jahren nach Taipeh, Taiwan verschlagen. Nach dem Ausbruch einer Sars-Epidemie hat meine Mutter jedoch beschlossen, mit uns drei Kindern in ihre Heimat zurückzukehren. Die Krankheit hatte schon ein Level erreicht, bei dem sich alle Notarztfahrer nur noch in Vollmontur auf den Straßen aufgehalten haben.

Mir wurde das Interesse an anderen Kulturen in die Wiege gelegt.

In Deutschland sind wir zunächst vorübergehend bei meinem Opa in der Nähe von Hannover untergekommen. Danach hat mein Vater einen Job in Dresden angeboten bekommen und somit haben wir ein Haus in einem Dorf namens Grünberg gekauft, wo ich meine restliche Kindheit verbracht habe. Als meine Geschwister und ich jedoch alle in Dresden eine weiterführende Schule besucht haben, war der tägliche Weg in die Schule zu weit, weshalb wir in die Dresdner Neustadt, das sogenannte alternative Künstlerviertel, gezogen sind. Nach der Schule war ich 6 Monate in Lateinamerika reisen, um eine neue, noch unbekannte Kultur für mich erleben und kennenzulernen. Nach meiner Rückreise bin ich nach Stuttgart ans Jugendseminar gekommen. Was ich damit sagen möchte ist, dass mir das Interesse an anderen Kulturen in die Wiege gelegt worden ist und ich es liebe von Ihnen zu lernen und neue Erfahrungen zu gewinnen.


Im Jugendseminar lernt man Menschen aus der ganzen Welt kennen.

Ich wohne zurzeit mit Menschen aus Japan, Südkorea, Chile, Kolumbien und aus allen Teilen Deutschlands zusammen. Es finden internationale Begegnungen auf unterschiedlichsten Ebenen statt. Zum Beispiel am Frühstückstisch, wenn auf Deutsch, spanisch und japanisch diskutiert wird. Oder am Nachmittag in der Küche, wenn es sehr exotisch schnuppert oder eine Gruppe von Seminaristen sich zusammen setzt, um von den Japanern zu lernen, wie man Udonnudeln selber macht. Manchmal, wenn ich nachts im Bett liege und in die Stille des Hauses hinein horche, höre ich wie internationalen Begegnungen auf intimer Ebene stattfinden.
 Für mich macht all dies sehr viel Spaß und ist sehr lehrreich und außerdem unterdrückt es mein Fernweh beziehungsweise lässt es mich nicht daran denken, dass ich irgendwo anders sein möchte.