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Bothmergymnastik

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Von Soju //

Der Mensch bestimmt den Raum.

Er richtet sich auf und erhebt sein Haupt frei.

Er fällt.

Er stellt sich fest mit beiden Beinen auf die Erde und spannt seine Arme aus.

Er richtet seinen Blick und Schritt nach einem Ziel – nach vorne – und durchmisst die Länge.

Er findet die Kraft des Widerstandes.

Er bildet mit den Armen den Umkreis nach; sie sind Radien, Strahlen.

Seine Schädelform ist Abbild des Umkreises.

Der Mensch prägt so den Raum.

Erst sein Bewusstsein unterscheidet die Dimensionen und gibt ihnen Wert und Maß.

Er ist der Mittelpunkt und umspannt den Umkreis.

In diesem Raum gibt es unendliche Möglichkeiten und Veränderungen.

Ich beobachte diesen Raum und mich selbst.

Ich fühle den Raum zwischen mir und allem, mit dem ich mich in Beziehung setze.

Ich suche die Wahrheit und den richtigen Weg in die Harmonie.

Ich entdecke den Mittelpunkt und innere Ruhe.

Ich versuche, meine Entscheidungen vom Kopf ins Tun zu bewegen.

Mit den Füßen, die den Boden betreten, und den Händen, die alles erschaffen, die Wahrheit zu erkennen.

Der Körper ist wirklich wichtig, um etwas zu erkennen:

Was liegt wirklich in den Dingen, die mir begegnen?

Und wie stehe ich im Verhältnis zu ihnen?

Alles existiert in diesem Raum und in mir, doch nichts existiert.

Dies ist etwas, das man durch den Körper tatsächlich erfahren kann.

Man ist selbstlos und doch behält man das Selbst, ist ruhig und dennoch ohne Rücken im Herz und sieht den JETZT-Moment. Wenn man so handelt, dann sieht und spürt man mit dem Auge des Herzens, dass es alles hier gibt und doch nichts hier gibt. Dann fühlt sich das Herz frei an, und wie ein strahlend blauer Himmel kann man im Inneren einen weiten, unendlichen Raum der freundlichen Freude spüren, während man gleichzeitig ein kraftvolles, unbewegliches Zentrum in sich selbst findet.

In diesem Raum und in mir gibt es unendliche Möglichkeiten und Veränderungen. Das ist Bewegung und Bothmer, die es ermöglichen, den Raum zwischen sich selbst und den Dingen wirklich zu erkennen, indem man den Wellen aller Dinge mit dem Auge des Herzens begegnet.